Übersetzung, Lokalisierung und Transkreation

Was ist der Unterschied zwischen Übersetzung und Lokalisierung?

Wenn Sie schon einmal etwas übersetzen lassen wollten, sind Sie vielleicht zwischen all Ihren Suchergebnissen auch auf den Begriff der Lokalisierung gestoßen. Dabei liegen Übersetzung und Lokalisierung gewissermaßen auf einer Linie und sind kaum voneinander zu trennen. Gibt es denn aber (k)einen Unterschied zwischen den Endprodukten von Übersetzung und Lokalisierung?

Zunächst einige grundlegende Definitionen:

Übersetzen ist der Prozess der äquivalenten Wiedergabe eines Textes in einer anderen Sprache.

Lokalisierung geht einen Schritt weiter. Diese Art der Textbearbeitung umfasst auch kulturelle und nicht-textuelle Aspekte sowie sprachliche Fragen bei der Anpassung eines Produkts oder einer Dienstleistung an ein anderes Land oder eine andere Region.

Bei einer Übersetzung wird ein Text mehr oder weniger 1:1 in eine andere Sprache umgesetzt. Diese simplere Form der Umsetzung von der einen in die andere Sprache lässt sich anhand des folgenden Beispiels einfach illustrieren:

In einer englischen Gebrauchsanweisung taucht beispielsweise folgender Satz auf. „Press the red button.“

Auf Deutsch kann das nun übersetzt werden mit: „Drücke den roten Knopf.“, „Drücken Sie den roten Knopf.“ oder „Den roten Knopf drücken.“

Sie fühlen selbst die Nuancen. Die erste Version ist zwar korrekt, wegen des informellen Imperativs mit großer Wahrscheinlichkeit aber unangebracht. Die zweite Variante ist korrekt, hat jedoch in Gebrauchsanweisungen meist das Nachsehen gegenüber der dritten Variante, die den typischen unpersönlich-nominalen Stil solcher Dokumente ausmacht. Alles hängt dabei natürlich vom Zielpublikum ab. Das Übersetzungsergebnis kann mitunter Einfluss auf die zu vermittelnde Message haben.

Hier hakt die Lokalisierung ein. Dabei geht es darum, nicht nur Informationen von einer Sprache in eine andere umzuwandeln, sondern dabei auch Kultur, Hintergrund, (Lese-) Gewohnheiten und Standort des Lesers bzw. Nutzers zu berücksichtigen. Wenn eine E-Learning-Website und Lernprogramme für multinationale Unternehmen lokalisiert werden müssen, geht es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht nur um die Message, sondern auch darum, wie der Empfänger diese auffasst.

Wenn ein Unternehmen beispielsweise eine britische und eine US-amerikanische Niederlassung hat, kann es erforderlich sein, hierauf aus sprachlicher Sicht Rücksicht zu nehmen. Ein englisches Bonmot lautet: „Großbritannien und Amerika sind zwei Nationen, die durch eine gemeinsame Sprache getrennt sind.“ Wenn man also beispielsweise „nur“ Englisch als Zielsprache angibt, erhält man für gewöhnlich britisches Englisch, was bei US-Amerikanern zu Irritationen bezüglich Schreibung und Wortgebrauch führen kann.

Dabei sind die Unterschiede mitunter subtil und erscheinen dem Nicht-Muttersprachler irrelevant. Wird nun der Text nicht lokalisiert, fühlt sich das Zielpublikum mitunter missachtet – etwas, was Sie sicher nicht möchten. Jeder Brite und Amerikaner erkennt an Wörtern wie colour/color oder centre/center sofort, ob er der „rechtmäßige“ Adressat eines Textes ist.

Neben anderen Schreibweisen spielen aber in erster Linie einzelne andere Benennungen eine große Rolle. Denken Sie an „bill“ oder „check“ für die Rechnung im Restaurant, an „lift“ oder „elevator“ für den Aufzug oder an „autumn“ oder „fall“ für den Herbst. Auch Ausdrücke und Sprichwörter lassen sich selten 1:1 übersetzen.

Zu Lokalisierung gehört also mehr als das bloße Übersetzen. Jede Lokalisierung enthält eine Übersetzung, aber nicht jede Übersetzung wurde lokalisiert. Im letzteren Falle fehlt beispielsweise die Beachtung von Textlänge, lokalem Idiom und kulturellen Referenzen. Maßeinheiten, Datumsschreibweise und Seitengröße wurden nicht angepasst.

Was können wir für Sie tun?

Wir übersetzen und lokalisieren in ca. 40 Sprachkombinationen. Dieser Prozess beinhaltet stets die Arbeit eines Übersetzers und eines Korrekturlesers, also eines Linguisten, der den übersetzten Text auf Einheitlichkeit und Fehlerfreiheit kontrolliert. Um Ihnen einen Eindruck zu vermitteln: Ein Übersetzer übersetzt (durchschnittlich) zwischen 2500 und 3000 Wörtern pro Tag. Ein Korrekturleser prüft etwa 1500 Wörter pro Stunde. Unsere Projektmanager koordinieren Ihr Projekt sorgfältig und kümmern sich darum dass die Deadline eingehalten wird. Vor der Lieferung führen unsere Projektmanager eine letzte Qualitätskontrolle durch, sodass Sie sicher sein können, dass alles bis auf den letzten i-Punkt stimmt – wörtlich und im übertragenen Sinne.

Dabei ist der Projektmanager gleichzeitig Ihr persönlicher Ansprechpartner. Sie besprechen mit ihm den gewünschten „Ton“ der Übersetzung und übergeben eventuell eine Liste bevorzugter Fachbegriffe (auch Termbase genannt).

Wir bauen dann für Sie ein so genanntes Translation Memory auf, also ein Übersetzungsgedächtnis. Dazu nutzen wir die neueste Software. Ein Translation Memory nutzt bereits erstellte Übersetzungen und sorgt damit künftig für einheitlichen Sprachgebrauch – ganz egal, wer beim nächsten Mal an Ihrer Übersetzung arbeitet. Und ein schöner Nebeneffekt eines Translation Memory ist auch, dass es langfristig Kostenersparnisse bringt. Denn was schon einmal übersetzt wurde, braucht nicht noch einmal bearbeitet zu werden, sondern wird einfach aus diesem elektronischen Gedächtnis abgerufen. Der Textabruf muss dann nur noch einmal kontrolliert werden, damit nicht eventuell ein neuer Kontext nach Änderungen verlangt.

Für eine Übersetzungs- oder Lokalisierungsofferte klicken Sie bitte auf „Angebot anfordern“.

Transkreation

Transkreation ist ein Tätigkeitsgebiet, das sich zwischen Copywriting und Übersetzung bewegt. Bei der Transkreation geht es ebenfalls darum, eine Botschaft in einer anderen Sprache zu kommunizieren, wobei eine reine Übersetzung (selbst wenn sie mit Lokalisierung gepaart ginge) jedoch nicht ausreicht. Bei Transkreation geht es um Verkauf, Marketing und den Schutz Ihrer Marke. Wir kreieren dabei Content, der besonderer Aufmerksamkeit bedarf und letztlich zum Verkauf eines Produktes oder einer Dienstleistung führt. Dabei gilt unsere Aufmerksamkeit Folgendem:

  • · Was soll wem verkauft werden?
  •  In welchem Licht sehen Marktkunden diese Produkte oder Dienstleistungen?
  • Wie gestaltet sich die lokale Konkurrenzlandschaft?
  • Gibt es Erwägungen bezüglich Marken weltweit?

Wir betrachten jede Perspektive während der Erstellungs- und Anpassungsphase, einschließlich sprachlicher, konzeptioneller, kreativer und kultureller Aspekte, um eine Transkreation zu liefern, die Ihrer Marke zugute kommt.

Die spezifische Wahl der Medienkanäle (schriftlich/Audio/animiert/grafisch/visuell) wird zunehmend zu einer lokalen Wahl. Darüber hinaus gelten in den verschiedenen Sektoren unterschiedliche Richtlinien. Weltmarken müssen daher innovative Ansätze verfolgen, um auf die sich ständig verändernde Medienlandschaft reagieren zu können. Wir wissen, was wo funktioniert und sorgen dafür, dass es auch für Sie funktioniert. Mit unserem Team aus zuverlässigen Textern, Übersetzern und dank des Zugangs zu den Ludejo Studios stehen Ihnen alle Kanäle offen!

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